In der Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht meldet sich die Spitze der bayerischen Grünen-Landtagsfraktion mit einem eigenen Vorschlag zu Wort: Fraktionschefin Katharina Schulze und der innenpolitische Sprecher Florian Siekmann sprechen sich für einen verpflichtenden »Freiheitsdienst« für alle aus:
Alle Frauen und Männer sollen irgendwann zwischen 18 und 67 Jahren sechs Monate Dienst tun – entweder Wehrdienst, Dienst im Bevölkerungsschutz, bei Feuerwehr oder Hilfsorganisationen oder sechs Monate Gesellschaftsdienst. Schon abgeleistete Dienste oder bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sollen angerechnet werden.
»Was kannst du für dein Land tun?«
»Es ist an der Zeit, die Frage zu stellen: Was kannst du für dein Land tun?«, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Die Bedrohungen nähmen zu.
»Damit wir als Gesellschaft robuster werden, unsere Freiheit verteidigen und das Miteinander stärken, braucht es uns alle. Der Freiheitsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt für Deutschland von allen für alle. Durch den Freiheitsdienst verbinden wir Generationen und Milieus, stärken unsere Gesellschaft und verteidigen, was uns wichtig ist.«
Ich finde dieses “was kannst du für dein Land tun” Gelaber eine so bodenlose Frechheit, da finde ich gar keine Worte für.
Nach den tollen Werbespots der Bundesregierung, haben alle jungen Menschen während Corona schon genug für ihr Land getan 🤮
Bevor man mit so frechen Phrasen um sich wirft, sollte man vielleicht auch mal fragen, ob das fucking Land vielleicht auch mal was für den Nachwuchs tun könnte?! Kindergrundsicherung bodenlos verkacken, aber dann “die jungen Leute sollen mal was für ihr Land tun”. Die sitzen in Containern, weil die Schulgebäude verfallen. Frühkindliche Bildung fällt aus wegen Erziehermangel. Schwimmbäder schließen, Vereine schließen, Jugendzentren schließen. Außerschulisches Angebot ist ein Privileg reicher Eltern. Klimawandel kickt und niemand tut was. Aber “die sollen mal was für ihr Land tun”. Genau!
Leute die ihren Freiheitsdienst auf der Baustelle verbringen sind dann Freimaurer.
Mal anders gedacht. Ist das nicht einfach eine Vorbereitung auf das Szenario das man davon ausgeht das Russland in Jahren angreift. Das macht doch dann einfach nur Sinn. In diese Position würden wir nach Kriegseintritt eh gelangen. So könnte man die Gesellschaften vorbereiten. Generell wäre ich dagegen aber in der aktuellen Situation?
Also ich finde das eine gute Idee, vor allem unter dem Aspekt, dass man frei wählen kann, wann man diese Zeit ableisten will. So zerschießt sie einem nicht die Lebensplanung und man hat vielleicht am Ende Fachkräfte die mehr Bock haben als der abgefuckte 17 Jährige zivi…
Einfach einen schönen Namen vorschlagen, anstelle von Facebook nennen wir es Meta 🤡
Wie hoch ist den das Freiheitsdienst-Entgelt? Haben die Grünen da schon Vorstellungen?
Ajo, Herr Siekmann ist ja noch zarte 30, Frau Schulze erst 39.
Na denn, der kürzeste freiwillige Wehrdienst ist 7 Monate, ein Höchstalter kennt die Bundeswehr nicht mehr. Können ja “mal was für ihr Land tun”.
Edit: FSJ könnten sie ja alternativ auch machen. Sehe in beiden Lebensläufen nicht, dass sie je “was für ihr Land getan” hätten ¯\_(ツ)_/¯
Alle Frauen und Männer sollen irgendwann zwischen 18 und 67 Jahren sechs Monate Dienst tun Nachdem hier alle abgehen das die jungen wieder büßen sollen (was mich auch ankotzt), werden hier speziell doch alle angesprochen. Also fast alle, natürlich Rentner wiedermal nicht 🤣. Ansich ist die idee doch garnicht so blöd?
Um „unsere“ Freiheit vor wem auch immer zu schützen sollen also junge Menschen ihre Freiheit aufgeben, cool
6 Monate etwas für die Allgemeinheit tun ist jedenfalls viel schlimmer, als wegen seiner Meinung ins Gefängnis zu kommen oder aus einem Fenster zu fallen. /s
Wäre halt schön, wenn das nicht in diesem Pseudo-Freiheit-Patrioten-Schmarrn eingepackt würde. Wohin das führt, sehen wir aktuell wieder in den USA.
Habe ich nicht gesagt
Alle Frauen und Männer sollen irgendwann zwischen 18 und 67 Jahren sechs Monate Dienst tun – entweder Wehrdienst, Dienst im Bevölkerungsschutz, bei Feuerwehr oder Hilfsorganisationen oder sechs Monate Gesellschaftsdienst. Schon abgeleistete Dienste oder bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sollen angerechnet werden.
Finde ich gut im Ansatz. Vorallem, weil es auch ältere Bevölkerungsschichten bis 67 Jahren mit einschließt.
Ja, vor allem fair auch gegenüber denen, die wie ich nach der Wehrpflicht aus der Schule kamen. Nachholen für alle oder gar nicht, das sind die einzigen fairen Methoden finde ich.
Was genau daran findest du gut?
Anstatt zu drangsalieren sollten sich die Grünen vielleicht mal mit dem Thema Jobgarantie beschäftigen.
Im Endeffekt wird es doch darauf hinauslaufen: Man schiebt den Pflichtdienst auf, bis man 66.5 Jahre alt ist, dann hat man eh schon zu viele chronische Krankheiten und muss ihn nicht mehr leisten.
Ich fände es sinnvoller, wenn bestimmt Tätigkeiten auch im Rahmen des Berufs als Ableistung gölten. Also beispielsweise bei Arbeit in der Pflege bzw. im Gesundheitswesen, bei der Berufsfeuerwehr, im Kindergarten usw. der Pflichtdienst entfiele.
Ich würde ja gerne was für MEIN Land tun aber das habt ihr kaputt gespart und unter Korruption begraben.
Also ist meine Aufgabe erstmal das wieder auszugraben.
…
Ach ihr wollt das ich was für EUER Land tue, das Land der Reichen und Korrupten?
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Darf ich herauslesen, der Klimawandel sei kein Problem deiner Meinung nach?
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So kläre mich auf, wie darf es im Gegenzug gelesen werden? Du empfindest Gendern als zentrales Kernthema unserer Gesellschaft?
Genau, weil die Grünen ja auch so viel übers Gendern reden. Schau dir mal lieber Debatten im Fernsehn oder Bundestag an, die einzige die ständig übers Gendern redet ist die AFD.
Und ja, ich stimme dir zu es ist wirklich bedenklich, dass Klimapolitik nur ein linkes Thema zu sein scheint. Aber naja, der durchschnittliche CDU Wähler ist eh schon tot, wenn der Spaß erst richtig anfängt.
Gendern
Lustig. Du vor vier Tagen: “Ich würde hoffen in einem schlechten Traum zu sein. Ich werde doch nicht zur Transfrau oder sonst was, was mich als Frau aufwachen lässt.”
(Kontext: Antwort auf Post “Ihr werdet morgen Bundeskanzlerin. Welches Gesetz, das nichts kostet, verkündet ihr, um das Leben für möglichst viele besser zu machen?”)Scheint ja ganz so, als wäre ein generisches Femininum gar nicht so generisch. Aber wehe es kritisiert jemand unser geliebtes generische Maskulinum.
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Ich glaube, du hast die Bedeutung von “generisch” noch nicht ganz verstanden. Deine Beispiele sind kein generisches Femininum, sondern einfach Worte, zu denen es (zurzeit) kein Äquivalent mit anderem Genus gibt. Hierzu gerne einfach mal den Anfang des zugehörigen Wikipedia-Artikels lesen. Sofern der Genus es zulässt, kann durchaus auch das generische Femininum verwendet werden, denn das generische Maskulinum ist nichts anderes als einfache Konvention. Dass wir dabei eben nicht auch an Männer denken, ist genau der Punkt in der Debatte um das generische Maskulinum. Sprache schafft immer auch Wirkung und daran ändern sprachliche Regeln nichts, egal welche Intention sie auch haben mögen.
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Worin besteht denn die Totschlagposition? Sie haben einen Vorschlag gemacht, der in meinen Augen zumindest diskussionswürdig ist.
Erzähl mal, was du für ein echtes Problem hältst.
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Keine Antwort auf meine beiden Fragen.