Es geht langsam los. Die Dänen legen vor und beim Kaffee mit Freunden heißt es: „Wir kaufen statt Coca-Cola jetzt Afri“. Wie viel Lebensqualität sind Sie bereit, zu opfern? Eine Kolumne.

Archivlink

  • Quittenbrot@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    5
    ·
    2 days ago

    Naja, aber sagst du nicht selber hier drunter, dass du zb auf Apple trotzdem nicht verzichten möchtest? Was man jedoch für einen stringenten US-Boykott auch machen müsste.

    Insofern würde ich da schon von Opfern von “Lebensqualität” sprechen, denn genau das steckt ja dahinter, wenn wir zwar die Erdnussbutter oder den Burger stehen lassen, aber eben doch bei Netflix oder an unserem Apple hängen, weil das schon sehr viel mehr wehtun würde.

      • Quittenbrot@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        5
        ·
        2 days ago

        Kein Stress, ich auch. Aber obwohl du die Aussage “Lebensqualität opfern” kritisierst, verzichtest du doch quasi aus genau diesem Grund auf einen Boykott von Apple. Insofern hat der Artikel damit doch recht, wenn er fragt, wie viel Lebensqualität wir hierfür tatsächlich bereit sind zu opfern.

    • superkret@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      2
      ·
      edit-2
      2 days ago

      Was häufig übersehen wird: Man muss nicht aufhören, Produkte eines Konzerns zu nutzen, um ihn zu boykottieren.
      Man muss nur aufhören, Geld an ihn zu zahlen.
      Wenn ich z.B. mein iphone immer nur gebraucht kaufe, zahle ich über die gesamte Nutzungsdauer keinen einzigen Cent an Apple. Ich nutze aber weiter ihre Server, was sie Geld kostet.

      Klar zahlen die App-Entwickler Geld an Apple, und der Vorbesitzer hat auch Geld an Apple gezahlt, vielleicht in der Hoffnung, etwas davon beim Wiederverkauf zurückzubekommen. Aber das war nicht meine Entscheidung und nicht mein Geld.

      Und wenn man so indirekte Kontributionen auch konsequent vermeiden will, muss man halt echt in den Wald gehen.

      Wenn man will, kann man ja noch das Apple Logo mit einem EU-Flaggen-Sticker überkleben.

      • Quittenbrot@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        3
        ·
        2 days ago

        Ich stimme dir größtenteils zu. So ganz raus ist man mit dem Second-Hand-Ansatz jedoch nicht: einerseits stärkt eine Nachfrage nach Gebraucht-iPhones den Markt für iPhones insgesamt, was es für Erstkäufer interessanter macht, sie zu kaufen. Andererseits steuert man natürlich auch bei, die Marktmacht Apples zu sichern, denn auch ein Gebraucht-iPhone-Nutzer ist ein Nutzer des Apple-Ökosystems und verschafft diesem damit Stärke und Relevanz.

        Aber natürlich sind wir am Ende eben auch alle nur normale Menschen, die Dinge nie dogmatisch zu 100% durchziehen und da ist dein Ansatz natürlich ein sehr guter Mittelweg!