In der (tiefenpsychologischen) Psychotherapie fragen wir jeden nach seiner Lebens— und Familiengeschichte bis zu den Großeltern, nicht nur mutmaßliche Migranten. Nennt sich biographische Anamnese. Danke für den Hinweis, das das Thema ähnlich sensibel sein kann wie die Sexualanamnese.
Im Artikel wird eraähnt dass die Frage nach dr Herkunft einer Person oft als rassistisch empfunden wird - ist das wirklich so?
Ich frag auch leute welche einen anderen Dialekt haben woher dieser kommt, bei mir ist das halt einfach Interesse und nicht abwertend gemeint.
Ich bin in Deutschland geboren und ich finde Gespräche wie:
Woher kommst du? Aus dem Sauerland, NRW. Nein, ich meine woher du wirklich kommst
anmaßend
(ich bin Deutscher, in Deutschland aufgewachsen, aber habe einen französischen Nachnamen und ein „französisches Aussehen“)
Für mich kommt es immer auf den Ton an und wie genau ich darauf angesprochen werde.
Meistens werde ich kurz gefragt, woher mein Name kommt oder wie man ihn ausspricht, das beantworte ich dann und erwähne meist auch kurz von mir aus, wie meine Verbindung dazu ist. Damit habe ich persönlich kein Problem – im Gegenteil finde ich, dass es einfach Interesse an meiner Person bekundet.
Diese „Woher kommst du wirklich?“- und „Wieso sprichst du so gut Deutsch?“-Fragen kenne ich aber auch sehr gut und sie verärgern mich, weil sie unterstellen, dass es nicht normal und richtig sei, dass ich mit meinem Aussehen/Namen Deutscher bin und Deutsch meine Muttersprache ist.